| 1980 | Abitur in der deutschen Gliederung des Eötvös József Gymnasium, Budapest |
| 1980-81 | Wehrpflicht in der ungarischen Arme, Drachenflugzeug- und Betriebsverwalter |
| 1981-87 | Budapest Technische Universität, Maschinenbauengineering Hand, Zuflusslehrstuhl, |
Diplomaufsatz: Prüfungsverfahren der Reinigung von Schlauchdurchschlagen |
|
| 1987-88 | Terranova Werke der landesweiten Erz- und Mineralgruben (Ausarbeiten der Technologien für Durchschlag und Nutzung der Pulver) |
| 1988-89 | Kontrax kleine Genossenschaft, Engineer-Geschäftsmann und Technischer Entwickler |
| 1989-1996 | Selbstständiger Berater in spirituellen/geistigen Fragen |
| 1991-93 | Der Verantwortliche des Integrationsprogramms der deutschen Regierung |
| 1992-96 | Büroleiter des Phare Programms des Volkswohlständigen Ministeriums und der Managerorganisation des ungarischen Malteser Caritasdienstes |
| 1990-96 | Operative Leitung des Malteser Caritasdienstes; |
| 1992 | sowie Hauptsekretär ab 1992 |
| 1996-98 | Marketing Manager & der Bank Systems & Services GmbH |
| 1998-99 | Marketing Manager der Interelektronic GmbH |
| 2000-2008 | kommerzieller Direktor der Interelektronic GmbH |
| 1998-2012 | Präsident der Stiftung für die Entwicklung von Páty |
| von 1998 | Stifter und Manager des Sch-PS GmbH |
| von 2001 | Gründer und Mitglied des ÉRME (Értékmegőrző Egyesület, Keresztény Üzletemberek Klubja, (der Club setzt sich ein, für die Einhaltung von christlichen Werten in der Wirtschaft), später Manager der ÉRME GmbH |
| 1993-98 | und von 2012 Vertreter des Außenministers mit diplomatischem Status im Karpatenbecken in der Ukraine |
| von 2013 | Präsident des TEGYA („Tégy a Pető Intézet Gyermekeiért!“ - „Mach für die Kinder des PetőInstitute!“) |
Szövegek:
Schumicky András
Tóth Simon Ferenc
Szerkesztette:
Tóth Simon Ferenc
2015 © Minden jog fenntartva.
Interview mit den Schumicky Brudern überden Zusammanhang des Christentum und der Geschäft.
Es wird keine neue System sein. der Kapitalimus ist nicht in Krise, aber bei uns ist noch noch immer der Socializmus beherrscht – meinen die Schumicky Brudern.
Wir haben mit den Gliedern Die christlichen Unternehmern verbündeten ÉRME Hálózat über den Character und über den Benehmen den christlichen Unternehmern gesprochen. Was zält in der Geschäft, wenn jemnd christlich ist? Wie behandelt er die Rivalen und ihre Angestellten, wie beurteilt er die Gutwilligkeit. Alle diese Frage sind in Frage gekommen in diesem zweiteilgen interview, dessen ersten Teil kann man hier lesen.
Viele ziehen in Frage, dass der Christliche Überzeugnis mit der Geschäft vereinbar ist.
Wie gelingt is Ihnen?
Die Tätigkeit der ihren Firma, wie ich denke, steht nicht entgegen ihrer christlichen Überzeugung.
Wie behandeln Sie die Konkurrenz?
Die Konkurrenz ist für uns nicht ein Feind, sie ist ein Rivale. Wenn ich in 1996 in einem Tochterunternehmen arbeiten begonnen, ging ich in unnatürlicher Weise die Ausstellung des Konkurrenz zu sehen. Ich sagte, dass ich von der Konkurrenz komme, aber ich möchte ihre Produkte kennenlernen. Wo möglich ist, schliessen wir und arbeiten wir zusammen, weil unsere Tätigkeiten decken nicht zutiefst einander. Ich habe ihnen auf unseren ähnlichen Veranstaltungen eingeladen. Aus dieser Zusammenkunft wurde eine fünfzehnjärige Arbeistbeziehung, weil später arbeitete ich bei dieser Firma. Hierbei ladete ich sie auf unsere änliche Veranstaltung ein. In diesem Zeitraum ging ich mit meinem vorherigen Arbeitgeber, wie früher mit ihnen. Übrigens vertreten sie auch die christliche Wertigkeit. Heute schon beschäftige ich nur mit meinem Unternehmen, weil mit einem Hintern konnte ich nicht zwei Pferden besitzen.
Wenn ich habe mich weltlich benommen, hätte ich meinen ehemaligen Arbeitsplatz sehr unschöhn beurlaubt, weil sie sich zuwieder mir sehr unschöhn benommen, und haben sehr schwer, dass ich nicht mehr ihre angestellte bin, sondern ihr Geschäftspartner werde. Wenn jemand sagt, dass er christlich ist, benimmt er sich nicht hiernach. Es gibt Zustände, wenn man sagen sollte, Knabe, du warst besser, wir gratulieren dir. Aber alle Auftrag zu befolgen sollen wir ein wenig Geld haben, wir können es einfach nicht billeger machen. Es wäre ein unsaubere Spiel, wenn wir dem daruntergeben.
Wie kann ein Christlicher einen mit unsauberen Moden angreifenden Rivalen bekämpfen? Kann man gleichen ungehemmten Moden nutzen?
Nun man stellt sich beiseite, weil es ist nicht verständlich zu kämpfen. Auf dem Tender der Ungarischen Post den Tender hat immer derselbe Unternehmen gewonnen, und die Szene gebrochen hat. Wir hätten in den Kamf eingestiegen können, aber wir haben es vielmer nicht getan, weil der Schiedsrichter für Vergaberecht hatte die Aufgabe über die Zucht zu Wählen. Es gibt solche, der sich unterzieht und krampft, wenn er in solchem Tendern teilnehmen kann. Es gibz weiter solche, die springe nein, und zu bluffen neigen.
Vormals ein von meinen bekannten war der technische Kontrolleur der Metro. Aber viele Durchführer hat unter der Renovierung unseuber und corrupt gearbeitet, weil der Hauptstadt in die fachlichen Sachen eingeredet hat. Unsere Bekekannte deswegen den geschäftlichen Vereinbarung aufgelöst weggekommen ist. Sie wollte für diese Geschäft seinen Nahmen geben. Viele aufatmeten, aber in wenigen Monaten dingte der Hauptstadt diesen Unternehmen als Ratgeber in der Sache der Kontoll der technischen Kotrolleuren.
In inigen Zirkeln man soll viele Arbeit unvergetlich unternehmen, nicht wahr?
Das Übel ist nicht das, dass jemand bittet etwas unvergeltlich, wenn er das anschpricht, und alles klärt. Es gibt nur wenig solche Nehmer, wie zum Baeispiel der Director eines katholischen Gymnasium, der vernünftig denken kann. Er hat es offen gestandet, dass er eine Idee braucht, aber er hat kein Geld, sie zu vollführen. Wir emphal ihm jemand, und er hinzog und gab Ideen. Aber für Wechsel, wenn es kam zu Ausführung, er war auch gebeten, einen Vorschlag zu geben, und wenn er schon unvergeltlich seine Zeit dafür kehrte, lassen wir ihn nicht aus der Eingeladeten.
Wir bauen in Páty eine Kirche. wendete für sie mehrere million forint, und be dem Stuhl könnten wir noch vierzig million anhalten. Das ist aber nicht genug die Kirhce aufzubauen, deswegen zum vorherein haben wir solche gesucht, die den Bau unvergeltlich unternommen haben. Ein Freund von mir zum Beispiel den Nachschau unternommen hat, was ein million Ersparnis bedeutet. Es ist eine gadz andere Sache vorherein zu sagen, dass wir suchen jemand für eine unvergeltliche Arbeit im interesse einer guten Ziel, als schwindeln. Für einen kleinen Unternehmen ein fünf million Auftrag kann den Unterhalt seiner Angestellten bedeuten, wärend wer mehr thausend quadratmeter Fussboden umlegt, deme s verlohnt sechs qudratmeter umzulegen in der Kirche, die wir in Páty bauen.
György Schumicky: Ich lebe in Solymár, wo mit einer begeisterten Gruppe seit Jahren nicht nur unsere Musse, sondern materielle Musse darbringend Maifejern organisieren, dessen Arbeit schon in februar begonnen warden. Auf dieser Vergnügen fünf thausend Männer nehmen teil. Es kommt oft vor, dass die Knaben im vorigen Abend lange gezecht haben, so alles mussten wir machen, und wir gifteten, und sagten ihr, warum übernahmen sie das.
Es gibt nur wenige solche Mench, auf dem als freiwilligen gänzlich lehnen kann. Man verschiebt neben der Arbeit seine Vertieblichkeit, weil sie ist nur sekundär. Schlisslich jedermann lebt aus seiner besoldeten Arbeit. Aber alles ist auch die Frage der Verantwortung. Die Arbeit wird sicher gemacht, wenn zu der Bezahlung angebunden ist. Es sit nicht Scham wenn jemand etwas nicht kostenlos übernehmen kann. Aber wenn wir die Arbeit schon übergenommen haben, dann müssen wir sie ehrenvoll ausmachen, gleichsam wir für sie bezahlt wären. Eingangs sollen wir die Rahmenbedingungen klären, um uns nicht enttäuscht zu werden. Eine andere Regel, dass wenn wir eine Arbeit übergenommen haben, dann wir sollen nicht dafür anführen, dass jemand für die hälfte zweimal soviel bekommt.
Einmal fuhr ich in Poland wegen eines gelegentlichen Auftrag. Wenn ich angekommen bin, man gab mir in meine Hand den Schlüssel eines Auto und hundert thausen swiss Frank. Aus der mpnatfristige Arbeit wurde elf Jahr, und wir stehen in gutem Fusse mit ihnen, weil ich war zuverlässlich, was ich unternahm, das behaltete ich, trotzdem wir hatten keinen schriftlichen Vertrag.
Interview mit den Schumicky Brüdern über den Zusammenhang zwischen Christentum und Wirtschaft
Es wird keine neue Weltordnung geben, der Kapitalismus ist nicht in der Krise, in Ungarn wiederum gibt es noch Sozialismus, meinen die Schumicky-Brüder.
Wir haben mit Mitgliedern des Érme Klubs (Wertigkeit Bewahrendes Club), das die christliche Geschäftsmänner verbündet, über die Typen des christlichen Unternehmen und über das ethisches Benehmen der Unternehmer gesprochen. Was zählt im Geschäftsleben, wenn jemand christlich ist? Wie behandelt er seine Konkurrenten und Angestellten, und wie beurteilt er die Gutwilligkeit? All diese Fragen werden in dem zweiteiligen Interview im Magyar Kurír behandelt. Der zweite Teil folgt nun.
- Es gibt eine Krise in Ungarn und in der Welt, und viele prophezeien das Ende des Kapitalismus. Man denkt, dass eine neue Weltordnung kommen wird.
Schumicky András: Meiner Meinung nach, wird es nicht zu dieser neunen Weltordnung kommen. Wenn wir in Betracht ziehen, dass die angelsächsische Marktwirtschaft sehr viel mehr floriert, der asiatische Markt sich sehr auf Produkte konzentriert dann hier in Europa Tonverwefen in Richtung des anderen.
Schumicky György: Aber ziehen wir in Betracht, dass man 40 Jahre versucht hat uns den Kommunismus aufzuzwingen, welcher zum Glück zerfiel. Der Kapitalismus aber wurde von niemandem aufgezwungen, sondern entwickelte sich von selbst. Seine Wurzeln stammen aus dem Wechselkommerz. Er funktioniert nach dem Prinzip: Ich habe etwas, und du auch, einigen wir uns darüber, was gibst du für meins, und was gebe ich für deins. Dies bedeutet dann wirklich Marktwirtschaft. Natürlich können Problemen auftauchen, zum Beispiel: wenn die Wertigkeit nicht durch Nachfrage und Angebot bestimmt werden. Warum fiel der Preis der Milch auf zwanzig Eurocent, während sie in der Produktion 50 Eurocent kostet. Ist die Lösung, dass man eine Labortechnik erfindet, bei welcher man für diesen Preis eine vollkommene Nachbildung der Milch produzieren kann? Nein, es wurde in den marktwirtschaftlichen Kreislauf von Außen eingegriffen, z.B. durch einen Staat, der im Vergleich zum anderen Staat mehr Subventionen zahlt.
Ein wichtiger Teil des Überlebens der Krise kann das bei uns ganz ausgestorbene Patriotismus sein. In der Schweiz bevorzugt man die heimischen Produkte, hier bei uns spielt der Preis die wichtigste Rolle. Dabei ist die Qualität natürlich das wichtigste. Vor ein paar Jahren gab es auch bei uns das Bestreben, das es Geschäfte geben sollte,, wo man nur ungarische Waren kaufen konnte, und diese sollten auch billiger sein. Mehrere Male habe auch ich solche Waren gekauft, um diese auszuprobieren. Aber meine Erfahrungen waren alles andere als gut. Einmal kaufte ich Schuhputzcreme, aber mit der konnte ich meine Schuhe gar nicht vernünftig putzen. Ich erstand z.B. Nudeln, aber diese ließen sich nicht vernünftig zubereiten. Das selbe passierte mir beim Einkaufen von Wurstwaren. Danach gab ich es auf. In Ungarn gibt es keine Marktwirtschaft, keinen Kapitalismus, sondern es herrscht immer noch der Sozialismus. Zu viele Menschen warten auf Hilfe von anderen, wie z.B. dem Staat. Es gibt viele Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt, auch wenn es sich hierbei nicht unbedingt um die Traum- bzw. Wunschberufe aus der Kindheit handelt. Als Beispiel ein Bekannter von mir hat ein Gehöft. In der Umgebung gibt es viele Arbeitssuchende. Trotzdem ist es meinem Bekannten nicht möglich, vernünftige Arbeiter für seinen Hof zu finden, die pfleglich mit den Maschinen und Tieren umgehen.
Viele zieht es Richtung Westen, aber nicht um in erster Linie Millionen von Euro zu verdienen, sondern einfach um sich und ihren Familie eine Existenz aufzubauen und ein normales Leben zu ermöglichen. Ein weiteres Beispiel: An einer roten Ampel kam ich einmal mit einer Frau ins Gespräch, die dort für 200 Forint gefärbte Blumen verkaufte. Sie meinte, das das Geld vorne und hinten zum Leben nicht reicht, aber es sei besser, als nichts zu tun und nichts mit nachhause zu bringen. Diese Einstellung fehlt heute komplett.
Schumicky András: Das andere große Problem der Wirtschaft in Ungarn ist das offensichtliche Desinteresse und es fehlt an gesundem Menschenverstand. Ich habe schon mehrmals dem ratlosen Installateur geholfen das Problem der defekten Waschmaschine zu finden. ich Rat dem Einmal hatten wir unseren Keller überflutet und ich suchte einen Unternehmer, der das Problem lösen könnte. Ich bat ihn um ein Angebot. Er war nicht bereit, mir ein Preisangebot zu erstellen, es sei denn er käme heraus zu uns. Allerdings hätte er mir die Begutachtung des Schadens in meinem Keller in Rechnung gestellt. Mir schien es so, dass es ihm wirtschaftlich wohl so gut ginge, dass er auf einen neuen potenziellen Kunden leichtfertig verzichten könnte.
Schumicky György. Zugleich es gibt viele, die die alten Arbeitsbeziehungen nicht für wichtig halten, und für ein paar Forint mehr auf diese verzichten.
- In christlichen Kreisen, und seit der Krise eigentlich schon in allen Foren, ist es üblich, den Kapitalismus zu beschimpfen, und den Profit und die Banken auch.
Schumicky András: Wer diese Meinung teilt, der sollte in den Fortbildungskurs des Jesuiten Ulrich Kiss „Management by Jesus“ geschickt werden. Wenn man etwas verurteilt, dann nimmt man es nicht in Anspruch. Diese Leute habe ich gefragt, ob sie den Vertrag gelesen haben, den sie mit der Bank abgeschlossen haben sich bewusst dafür entschieden haben und ob sie den Kredit auch mit ihrem hart verdienten Geld bedienen können.
Die, die sich beschweren wiederum kommen kamen nicht aus den Kreisen der Ärmsten. Ich habe meinen Freund, welcher vierzehn Kinder hat, noch nie klagen gehört, zudem ist seine Frau nur Hausfrau, was bedeutet, dass sie nur von einem Verdienst leben. Dasselbe gilt für meinen Pädagogen Freund mit sieben Kindern. Stattdessen hörte ich einige Unternehmer klagen, weil sie sich ein neues Auto nicht kaufen können oder nicht an der Adria segeln gehen können. Die schwere Frage ist, „Wieviel ist genug?”
- Wie geht man mit jemandem um, den man entlassen muss?
Obwohl unsere Einnahmen signifikant sanken auf der Grund der Krise, haben wir dennoch niemanden entlassen. Aber zu besseren Zeiten, haben wir Rücklagen bilden können, von denen wir jetzt z.B. die Gehälter bezahlen. Zusätzlich haben wir drei Mitarbeiter neu eingestellt, obwohl dies vom Arbeitsaufwand her nicht nötig gewesen wäre.
Es gab einen solchen Fall, dass jemand einen Bekannten einem Unternehmer vermittelt bzw. vorgeschlagen hat und dieser mit Freude eingestellt wurde. Ziemlich bald hat man festgestellt, dass er in die Position nicht passt und hat ihn 3 Monate lang weiter beschäftigt, so dass er nebenher einen neuen Job finden konnte. Das „wie“ und „wen“ man entlässt spielt eine große Rolle: Es ist auch nicht egal, wen man entlässt, z.B. einen älteren Mann mit Großfamilie, oder einen Alleinstehenden, der zu seinen Eltern zurückziehen müsste. Man muss mit den Angestellten immer offen sprechen. Bei uns arbeiten fast nur Angestellte mit Großfamilien. Wir bevorzugen den sogenannten „geborgenen Jahrgang“, sprich, Menschen über 40, die langfristig bei einem Arbeitgeber und Arbeitsplatz bleiben möchten.
- Alle Vorzüge, die unkompliziert als grundsätzliche Vorzüge des christlichen Unternehmertums erwähnt werden, werden dargestellt, als wären sie die Vorzüge des existierenden Kapitalismus. Stimmt es , dass man dazu ein christlicher Mensch sein muss/soll?
Dies stimmt so, dieses sind die Zeichen des christlichen, redlichen Unternehmertums, und man soll dazu nicht christlich sein. Wenn jemand gottesfürchtig ist und seinen Glauben lebt, dann ist dies ein großes Plus, das uns hilft christlich zu handeln. Der heilige Geist wird unsere große Hilfe sein.
- Wir sprechen über schöne Überzeugungen, aber sind diese auch gültig für die Unternehmer des ÉRME Netzwerkes?
Wenn jemand immer nur nimmt, dann wird er mit der Zeit absplittern, und bleiben wird nur der, der auch etwas gibt. Wenn ich zum Beispiel einen Kopierer an einen Kunden ausliefere, auf dem nicht die Vignette eines Kopierer Mechaniker aufgeklebt ist, dann spreche ich mit unserem Geschäftspartner, und empfehle ihm einen aus dem ÉRME Netzwerk auszuprobieren.
Ist dies nicht Ignoranz den anderen gegenüber?
Der Kunde kann entscheiden, wen er von der Vielzahl gleicher Unternehmen aussucht. Ich mache nur eine Empfehlungen für ein Unternehmen das zum ERME Netzwerk gehört. Wenn der christliche Unternehmer besser ist, als der nicht christliche, denn wählt man natürlich den christlichen. Die nicht christlichen befürworten den ÉRME Club und die Zuverlässigkeit der christlichen Unternehmer.
Gleichwohl treffen wir auch solche, die in Entscheidungspositionen sind, was Auftragsvergaben angeht und man bittet sie zu helfen, sie aber antworten, dass sie nicht helfen können. In diesem Fall bekommt dann ein nicht christlicher Unternehmer den Auftrag. Was kann der Grund für diese Entscheidung sein?
Der christliche Auftraggeber wagt ihm zu sagen, dass er ein paar Prozent zurückzahlen soll, weil seine Gehalt nur hundert tausend Forint beträgt, und er muss davon leben. Manchmal liegt es sicherlich daran, dass es unbequem ist, wenn man zugeben muss, dass man Christ ist, aber trotzdem korrupt, vor allem wenn man sonntags zusammen die hl. Messe besucht. Andere aber wissen über ihn nicht, dass er christlich ist, wissen nur, das man mit ihm handeln kann. Dies ist ein schlechtes Vorbild.
Aber um ein sympathisches, positives Beispiel zu erwähnen: Der Leiter eines multinationalen Netzwerkes bat uns, dass wenn er es nicht schafft durch Verhandlungen mit uns den Preis zu mindern, dann können wir für die Talentumfürsorger Stiftung nach unserem Dünken ein paar Forint überweisen. Es stört den deutschen Inhaber nicht, dass er den Preis herunter drückt, da der Vorschlag für ihn immer günstig und gut war. Wo jemand sich nicht scheut, den Preis ein wenig zu senken, um dem Gemeinwohl zu dienen, und den Preis nicht als alleiniges Kriterium für einen Geschäftsabschluss sieht, so jemanden unterstützen wir.
Warum ist das Geschäft mehr, als nur der Profit? – wie der Slogan des ÉRME Klub lautet.
Ich kann hier aus dem Programm welches für die Schüler der Mittelschule bestimmt ist, zitieren: der gute Unternehmer wird Anerkennung finden in seiner Sparte, wird für seine Anvertrauten für lange Zeit Sicherheit schaffen, weil er nutzbare Wirksamkeit kreiert, solidarisch ist, Sorge trägt für andere, aber nicht nur im materiellen Sinne, sondern unter Berücksichtigung der Umwelt und des Geschäftes.
SCHUMICKY András: "Es ist gelungen, viel gute Energie in die ÉrMe einzubeziehen."
Vom Präsidenten des Kuratoriums der ÉrMe Stiftung erhielt SCHUMICKY András zu Beginn des Jahres das ÉrMe-goldene Abzeichen für seine für das ÉrMe Geschäftsnetz durchgeführte, auf lange Zeit zurückgreifende Arbeit. Aus diesem Anlass fragten wir den das banktechnische Unternehmen gemeinsam mit seinem Bruder führenden Geschäftsmann, der sich auch mehreren gesellschaftlichen und kirchlichen Anstrengungen verschrieben hat, z. B. ist er auch Mitglied des Malteser Ritterordens.
Ich glaube, dass den ÉrMe Mitgliedern über Dich in erster Linie einfällt, dass Du schon viele Geschäftsverbindungen zustande gebracht hast, auf diesem Gebiet haben Dir viele Menschen viel zu verdanken. Machst Du das instinktiv so gut, oder strebst Du das bewusst an, hast Du irgendeine besondere Methode?
Wahrscheinlich bin ich auch genetisch bedingt in der Lage dazu, aber tatsächlich versuche ich auch bewusst anzustreben, auch dann anderen zu helfen, wenn mir persönlich daraus keinerlei Nutzen entsteht.
Wobei könnten Dir die Mitglieder der ÉrMe helfen? Euer Unternehmen beschäftigt sich mit einem verhältnismäßig außergewöhnlichen Fachgebiet, mit Lösungen der Bargeldhandhabung.
Ja, wir sichern das spezielle Hinterland der Bargeldverarbeitung, die Qualität, die Zuverlässigkeit und langfristige Überlegungen sind die Werte, auf die wir bauen. Die SCH-PS Kft. vertreibt die Geräte zur Kontrolle der Banknoten und der Geldmünzen, für das Zählen dieser, die Verpackung, den Transport und versieht den Service dafür, typisch für solche Kunden – z. B. für Banken, Handelsfirmen, usw. –, die im Verlaufe ihrer täglichen Tätigkeiten eine größeren Menge Bargeld handhaben. Solche Firmen, potentielle Auftraggeber, kommen in der ÉrMe nicht wirklich vor. Wir haben unser ausgebautes Kontaktsystem, im Großen und Ganzen kennen wir die in Frage kommenden Auftraggeber, von den ÉrMe Mitgliedern kann ich darüber nicht wirklich etwas Neues erfahren. Meine eigene Rolle in der ÉrMe sehe ich mehr darin, dass – da ich viele Menschen treffe, viel unterwegs bin – ich denjenigen helfe, die nicht genügend Kontaktkapital oder Mut haben, um in ihren eigenen Angelegenheiten nach vorn kommen zu können.
Mut…? An welche Art von Mut denkst Du?
Mut ist dafür notwendig, um jemanden anzusprechen und auch dazu, sich zu tauen, an Großes zu denken, ein größeres Unternehmen zusammen mit anderen zu erschaffen.
Und vielleicht auch dazu, jemandem unser Vertrauen vorzuschießen …?
Ich bin bestrebt, mich an alle mit maximalem Vertrauen zu wenden, ganz bis zur ersten Enttäuschung. Wenn ich über jemanden schlechte Nachrichten höre, gehe ich mit demjenigen selbstverständlich vorsichtiger um, aber ich bin immer bestrebt, mich auf meine eigenen Erfahrungen zu stützen und nicht auf Gerüchte. Mein Standpunkt im Zusammenhang mit Vertrauen wird dadurch bestimmt, dass als ich erst 26 Jahre alt war als Csilla von Boeselager mich zu einem der Leiter des Ungarischen Malteser Hilfswerkes ernannt hat. So gelangte ich mit Regierungschefs, Außenministern in Kontakt, und ich hätte auch viel vermasseln können, aber es hat mir Kraft gegeben, dass mir jemand vertraute, von dem ich diese Aufgabe erhielt. Das gibt die Motivation, dass jetzt ich helfen, ich Vertrauen anderen gegenüber vorschießen muss. Prinzipiell betrachte ich das immer mehr als meine Aufgabe, operativer Leiter möchte ich nicht mehr wirklich und nirgends sein, ich bin mehr bestrebt, dass die entsprechenden Menschen die entsprechenden Aufgaben bekommen, die sie gut ausführen und in denen sie erfolgreich sein können.
So kann deren Erfolg auch Dein Erfolg sein, nicht wahr?
Natürlich, aber wichtig ist, dass der Grundstandpunkt nicht das Suchen meines eigenen Erfolges ist. Ich gehe deshalb zu ÉrMe hin, um zu beobachten: was kann ich anderen geben? Auch wenn ich etwas erhalte – z. b. die Freude des Erschaffens – ist das besonders gut.
Deine Initiative ist die Gründung der ersten solchen ÉrMe-Organisation, der pátyi Club, der unabhängig vom budapester ÉrMe-Club, auf Gebietsbasis organisiert ist. Kann das für die Gründung weiterer örtlicher Clubs ein Muster sein?
Natürlich kann das ein Muster dafür sein, und hier möchte ich diese meine Erfahrung mitteilen, was auch für mich neu ist und auch für andere lehrreich sein kann. Mir kommt der Evangeliumsspruch in den Sinn, in welchem der König die Menschen zum Hochzeitsfest ruft, aber diejenigen, die offiziell eingeladen waren, die haben sich mit allen möglichen Sachen entschuldigen lassen, und im Endeffekt haben die Diener des Königs von der Straße alle eingeladen, die sie nur treffen konnten. (Mt. 22, 1-14 – Redaktion) Auch ich habe es durchlebt, dass ich in vielen Fällen mit Menschen, die ihren Weg suchen, besser kann, als mit denjenigen, im übrigen verschriebenen Christen, die zwar eifrig in die Kirche gehen, aber als sie nicht wirklich verstehen würden, welche Notwendigkeit dafür besteht, dass sie an ihrem Wohnort mit anderen christlichen Unternehmern Kontakt unterhalten, und etwas für die Gemeinschaft tun.
So etwas hast Du vor nicht langer Zeit in einem Gespräch als Beispiel erwähnt, das Projekt des Baues eines Spielplatzes in Páty, das bei der letzten Advent-ÉrMe-Versteigerung Unterstützung erhielt.
Das ist tatsächlich ein gutes Beispiel. Wir haben zu dieser Arbeit nicht in erster Linie Christen geladen, sondern diejenigen, die kleine Kinder haben und für die das Projekt von Interesse ist. Das ist eine andere Frage, dass es sich über einige von uns zwischenzeitlich herausstellte, dass wir den gleichen Glauben und die gleiche Wertordnung unser nennen. Aber vielleicht ist es noch wesentlicher, dass sich in diesem Team solche Menschen befinden, die sich seitdem der Kirche nähern.
Das heißt, dass das ÉrMe Netz so auch eine Evangelisierungsmission haben kann?
Ganz genau. Aber dafür bedarf es der Offenheit, worüber ich sprach. Dass wir alles mit solchen Augen betrachten: wem, wie könnte ich damit helfen? Vor nicht langer Zeit habe ich mich mit jemandem getroffen, ein alter Bankkontakt. Ich konnte ihm in einem vollständig anderen Unternehmen helfen und habe ihn auch sofort eingeladen, in den ÉrMe Club Páty zu kommen, seitdem kommt er auch, obwohl er nicht in Páty wohnt. Oder ein anderes Beispiel: ich habe eine solche Firma gesucht, die eine Schuhreinigungsmaschine herstellen kann, und ich bin zu einem Unternehmen, das Behinderte beschäftigt, gelangt, wo ich einen solchen Bruder empfehlen konnte, der aus einer ähnlichen Einrichtung weggeschickt wurde. Das heißt, man muss sich mit offenen Augen bewegen, es müssen die Verbindungsmöglichkeiten entdeckt werden. Dazu müssen auch die alten Kontakte gepflegt werden: mit wem ich mich nicht regelmäßig treffe, weil wir gerade keine gemeinsame Sache haben, auch diese rufe ich jährlich ein-zweimal an, wir tauschen ein-ein e-mail aus.
Also gehen der persönliche Kontakt, der Geschäftskontakt, der auf der gemeinsamen Wertordnung basierende Kontakt nicht auseinander, sondern alle verflechten sich.
Ich kann hier das Beispiel von SIMON Zoli aufführen, den wir in diesem Jahr zum Leiter des Clubs in Páty gewählt haben. Zoli habe ich im Zusammenhang mit dem Kirchenbau in Páty kennen gelernt, einmal habe ich ihn während des Ziegelstapelns angesprochen und es stellte sich heraus, dass er ein Informatikunternehmen hat. Ich lud ihn in den Club ein, er kam auch, aber nach ein – zweimal meinte er: hier kann er zwar vielleicht interessante Vorträge hören, aber Geschäfte wird ihm das nicht einbringen, das ist sicher. Im Vergleich dazu sieht es jetzt so aus, dass er Dank unserer ÉrMe Mitglieder Kontakte sehr ernsthafte Aufträge erhalten wird.
Es lohnt sich also, beim Kirchenbau in Páty Ziegel zu stapeln…
Das lohnt sich auf jeden Fall, aber was noch lehrreicher ist, dass es sich lohnt, einander anzusprechen, und dass es lohnenswert ist, in den ÉrMe-Club zu kommen.
Wie siehst Du jetzt die Situation, die Zukunft des ÉrMe Geschäftsnetzes?
Als sehr positiv betrachte ich, dass endlich in der ÉrMe die gemeinschaftliche Leitung verwirklicht wurde: die aus den Leitern der verschiedenen Organisationen und dem Leiter des Kuratoriums der ÉrMe Stiftung bestehende Körperschaft entscheidet in allen das gesamte Netz betreffenden Angelegenheiten. Damit gelang es, viel gute Energie einzubringen, und die Organisation bekam einen neuen Schwung. Die Gründung des ÉrMe-Clubs in Páty halte ich auch von dem Gesichtspunkt her für eine wichtige Entwicklung, dass dadurch auch eine Basis zur Annäherung an den Verein zur Wahrung christlicher Werte (Kérme). Damalige eventuelle Gegensätze verlieren ihre Aktualität: heute sprechen wir bereist über mehr ÉrMe-Organisierungen, unter denen auch Kérme auf irgendwelche Art und Weise ebenso ihren Platz finden kann, wie der Club in Budapest oder Páty oder eben unseren Spezialistenclub. Das gibt Möglichkeiten auch dazu, dass früher abgedriftete – eventuell wegen Streitigkeiten Enttäuschte – Mitglieder zu uns zurückkehren. Wir freuen uns auch über das Aufleben des ÉrMe Junior Clubs, im Anschluss der Jugend – darunter auch meiner eigenen Kinder und Kinder meiner ÉrMe Mitglieder-Partner – sehe ich die Rückbestätigung, dass wir etwas gut machen.
Ich glaube, dass wir hier auch über Deine Tätigkeiten in der Ukraine-Karpaten reden sollten. Vor nicht allzu langer Zeit trat anlässlich eines Gespräches die Frage auf: was kann ÉrMe für die hinter der Grenze, auf abgeschnittenen Gebieten lebenden Menschen tun? Wir sind so verblieben: z. B. müssen wir zeigen, was unsere Mitglieder machen – und das kann vielleicht auch für andere ein nachzueiferndes Beispiel werden. Also: was machst Du in der Karpaten-Ukraine?
Zu Beginn der 90-iger Jahre gelangte ich über das Malteser Hilfswerk erstmals in die Karpaten-Ukraine, obwohl mich keinerlei persönliche oder familiäre Bindung damit verband. In Beregszász habe ich sehr freundliche Menschen getroffen, mit denen wir gemeinsam ein ECDL Prüfungszentrum gründeten. Aus den Einnahmen daraus können die örtlichen Malteser ihre Immobilien unterhalten. Viele Jahre später gelangten wir in ein kleines Holzturm-Dorf mit einer Straße, nach Roztoka, oben in den Karpaten, zwanzig Kilometer von den Vereckei-Höhen. Wir sind dann mehrmals zum Schifahren dort hingefahren, zuerst haben wir ein Haus gemietet, um 2000 haben wir dann ein Gebäude gekauft. Jetzt fahren wir acht-zehnmal jährlich dort hin. Seit neuem fahren wir fast nur noch dort Schi, es ist von vielen Gesichtspunkten her besser als in Österreich und unvergleichlich billiger. Danach haben wir mit Leuten aus Beregszász eine gemeinsame Firma gegründet, die sich mit Informatik, Herstellung von Karten beschäftigt. Das gibt jetzt zehn örtlichen Familien Arbeit. Wenn wir tatsächlich den dort Lebenden helfen wollen, dann müssen wir so etwas machen: ihnen zu Arbeit, Unterhalt verhelfen. Ansonsten wird sich die Situation des "Ungarntums" so "lösen", wie ich es nicht möchte: sie wandern einfach weg von dort, die Ungarn nehmen ab. Übrigens habe ich in Beregszász bereits auch schon einen Patensohn.
"… auch mit einem meiner kleinsten Geschwister …"
Ich bin Szepi. Ich weiß gar nicht, wo ich mit der Geschichte beginnen soll. Ich glaube dort, als der vier Jahre alte Szepi den Vater Imre in Zugliget kennen gelernt hatte. Da war er das erste Mal hier. Ich bin zwei Jahre lang zu ihm zur Religionsstunde gegangen. Anschließend ging er weg von hier, und wenn ich mich richtig erinnere, dann kam er im Herbst '76 zurück. Ich habe mich sehr gefreut, ich erinnere mich an ihn, ich wusste, dass ich sechs Jahre alt war als er gegangen ist. Ich mochte ihn, weil er sehr gut mit den Kindern umgehen konnte. Schnell kam eine sehr gute kleine Gruppe zusammen. Die derzeitigen "alten" Eheleute waren damals hier die Jugend. Von einigen meiner damaligen Freunde kam eine gute kleine Religionsgruppe zusammen, und diese bildet den Kern der heutigen Donnerstagsgruppe. Ein bewegtes Leben begann in Zugliget. Das Pfarramt war inzwischen ein kaum besuchtes Pfarramt. Offiziell hatte die Kirchengemeinde achttausend oder vielleicht sogar noch mehr Mitglieder, aber wenn mal fünfzig zu einer großen Messe gingen, dann waren das schon viele. Als Vater Imre hierher in diese abgetakelte Kirche kam, denn da war sie noch abgetakelt, im Keller stand das Wasser einen Meter hoch, durch das Dach regnete es durch. Ich erinnere mich auch noch daran, als bei einer heiligen Messe das Wasser aus dem Sanktuarium auf den Kopf von Vater Imre tropfte.
Es begannen die ersten großen Arbeiten, die Reparatur des Dachgestühls, wofür die Gläubigen das Geld zusammengelegt hatten, eine Million-Zweihunderttausend Forint. Das war vor mehr als zehn Jahren eine bedeutende Summe, aber es hat die Gläubigen zusammengeschweißt. Jeder, der Geld verdiente, hat tausend Forint eingezahlt. Danach wurde die innere Umgestaltung der Kirche vorgenommen. Sie erwies sich, so wie sie war, als sehr eng. Es begannen ja immer mehr Leute hier her zu kommen. Hier begann ein sehr prickelndes Leben. Die Gläubigen nahmen ihren Urlaub und arbeiteten, die Nacht zum Tag gemacht, rissen die Wände ab. Danach wurden die Bögen gebaut. Während eines Sommer ist die Kirche in ihrer heutigen Form erbaut worden bzw. sie war noch nicht gestrichen, das wurde später gemacht. Diese Arbeiten, diese großartigen Bewegungen haben die Gemeinde zusammengeschweißt. Vielleicht ist auch das ein Grund dafür, dass die Menschen auch heute noch opferbereit sind. Sowohl die Kleinen als auch die Großen haben hart beim Bau gearbeitet. Ich erinnere mich, damals war ich fünfzehn Jahre alt. Aber meine ganze Freizeit habe ich dort verbracht.
Von Seiten Vater Imre’s war das ein gewagtes Unternehmen, dass er ein solch prickelndes Pfarramt, Gemeinde gegründet hat, denn zu diesen Zeiten wurde Menschen noch sehr beobachtet, und es wurde nicht gern gesehen, wenn sich jemand so intensiv mit der Jugend beschäftigt. Noch dazu wenn es sich dabei um einen Pfarrer handelt …
Wir hatten sehr viele gemeinsame Sommererlebnisse. In jedem Jahr machten wir mit Vater Imre Ausflüge für einige Wochen. Einmal zum Beispiel sind wir in den Bakony gefahren, wo uns der Abend überraschte, wir schlugen die Zelte auf und haben dort geschlafen. Im Wald hat er jeden Abend eine Messe gelesen, Andachten abgehalten. Dieses Leben war einfach phantastisch. Damals hatte Vater Imre noch mehr Zeit, weil auch noch ein junger Pfarrer im Pfarramt war. Und noch ein älterer, Vater Pethő. Also waren sie zu dritt, so dass jeder von ihnen für einen Monat zu Erholung konnte. Mit Vater Imre sind wir über mehrere Sommer hin mindestens für ein-zwei Wochen nach Sajkod zum Urlaub gefahren. Das sind erinnerungsreiche Ausflüge. Ich habe Vater Imre das Surfen beigebracht, im Winter gingen wir zum Schifahren. Weil er auch das Schifahren gelernt hat. Er war kein vom Boden abgehobener Mensch, er hat die Schönheiten des Lebens auf der Erde sehr wohl genossen, hat die Möglichkeiten genutzt.
Dem seine Seele aufziehenden Pfarrer, Vater Károly, Dr. KUTASI Károly, wollte Vater Imre ein erhebendes seelisches Geschenk geben. Deshalb rief er die Gläubiger des Pfarramtes in Zugliget zusammen, eine große Menschengruppe, und ist mit ihnen nach Győrzámoly gepilgert. Győrzámoly aber ist kein Pilgerort. Aber Vater Imre ist dort aufgewachsen, und dieser gute, alte, schwerkranke Priester lebt dort. In die Kirche haben wir nicht alle hineingepasst. Deshalb hat die heilige Messe später begonnen. Es wurde ein provisorischer Altar neben der Kirche gebaut und dort im Kirchengarten war die Menschenmenge, die dort hingekommen war. Den Menschen aus Győrzámoly blieb der Mund offen vor Staunen. Vater Károly ging es während der heiligen Messe schlecht, er wurde in die Sakristei gebracht, ruhte sich ein wenig aus, danach kam er wieder raus. Die Gläubigen aus Győrzámoly haben uns mit sehr viel Liebe empfangen. Sie haben diesen vielen Menschen ihre Gastfreundschaft erwiesen, brachten in kleinen Körben Gebäck, Obst und waren bestrebt, es uns an nichts fehlen zu lassen. Danach, damit auch tatsächlich ein Pilgerschaftscharakter auftritt, sind wir noch nach Győr in die Kathedrale gegangen, wo Tihanyi Gazsi und die Skólás Kinder vor dem Bild der Heiligen Mutter gesungen haben. Wir haben auch noch das Tuch angeschaut, mit dem die Tränen der Heiligen Mutter vom Bild abgewischt worden waren, und anschließend gingen wir nach Hause.
Die Spezialität von Vater Imre begann mit Pastorisierung von Familien und der karitativen Tätigkeit mit Hilfe von Großfamilien. Auch ich habe irgendwo hier mit den Sachen begonnen, weil ich Kinder sehr mag. Schon in meinem jungen Alter bin ich zu solchen Familien gegangen, wo zwei, drei, vier, eventuell mehr Kinder lebten. Einfach nur deshalb, um mit den Kindern zu spielen. Ab und zu habe ich sie zum Spazieren mitgenommen, damit sie ein bisschen Abstand von zu Hause erlangen konnten. Und dabei waren auch von meinen Freunden einige Partner.
Wenn ich mich recht erinnere, dann war 1977 oder 1978 die erste solche Bewegung, die bereits ausdrücklich als karitative Tätigkeit bezeichnet werden kann. Wir begannen zu einem Bewegungsbehinderten, Varga Laci, zu gehen, von dem wir irgendwoher die Bitte um Hilfe erhielten. Der Junge hatte sehr alte Eltern. Ich glaube, seine Mutter ist gestorben, und er lebte nur mit seinem Vater. Er brachte sehr eine Unterstützung. Er war der erste, mit dem wir uns so beschäftigt haben. Wir organisierten, dass immer jemand zu ihm ging. Ab und zu haben wir ihn auch zur Religionsstunde mitgenommen, und zur Heiligen Messe. Entweder zu Fuß, weil er in der Börszörmény út wohnte, oder wir haben ihn in den Bus gesetzt und sind so mit ihm nach Zugliget gefahren. In dieser Zeit ging es der Jugend noch nicht so gut wie heute, wo fast jeder ein Auto hat. Damals gab es nur diese Lösung.
Mir kam dann der Armeedienst dazwischen, und das eine einzige Jahr hat ausgereicht, dass mein Kontakt mit VARGA Laci abbrach. Bzw., Gott sei Dank, hat die Jugend die Stafette übernommen und die Angelegenheit weitergeführt. Dann kamen nach der Armeezeit so ein-zwei "leere Jahre", bis ich die Universität begonnen habe. Ich habe einigen Freunden beim Hausbau geholfen, und auch ich habe mit einem Hausbau begonnen.
In Zugliget kamen immer Rufe, dass hier zu einer alten Frau gegangen werden, dort einem anderen etwas geholfen werden muss. Einem seine Wohnung streichen, einem anderen Holz hacken. Mit einem Wort, es gab immer etwas, wozu die Jugend in Bewegung gesetzt werden musste. 1987, als wir mit Ildi schon verheiratet waren, kam einmal GUBICZA Balázs, einer der Kirchensteuereintreiber des Pfarramtes, damit zu uns, dass hier in der Straße ein bewegungsbehinderter Junge, CSEPREGI László, wohnt. Und er kann nur dann dort wohnen, wenn wir organisieren, dass ihm immer jemand Frühstück, Mittagessen, Abendessen bringt. Er möchte sehr zur Heiligen Messe kommen. Das müssen wir lösen. Deshalb hat Balázs an uns gedacht, weil ich so etwas schon öfter organisiert hatte. Ich habe den Jungen auch aufgesucht. Zu Religionsstunden bzw. der Heiligen Messe hat ihn immer jemand anders mitgenommen. Ihn in das Auto zu setzen war richtig umständlich, das bedurfte einer speziellen Technik. So ging das über lange, lange Zeit. Zu Fuß war es sehr schwierig ihn zu schieben, so dass ihn jeder mit dem Auto fahren musste.
Dann kam er in die Baba utca [Straße], und ich habe ihn auch dort besucht. Damals erfuhr ich, dass es diese Einrichtung gab. Immer mehr Jugendliche gelangten dadurch in den "Einzugsbereich" der Baba utca, weil sie Csepi abholen mussten. Dann stellte sich heraus, dass nicht nur Csepi hier nach Zugliget geholt werden muss, sondern es gibt auch noch andere. Es begannen sich Freundschaften und auch ganz tiefe Kontakte zu bilden. Und bis dahin haben wir das alles ohne das Malteser Hilfswerk und sonstigen gemacht. Und wir haben es getan, weil wir in unserem Inneren gespürt haben, dass es getan werden muss.
Im vorigen Jahr, Ende Mai oder schon Anfang Juni 1989, sagte Vater Imre: "Szepi! Sammle vier Leute zusammen, ihr müsst mit den Maltesern nach Lourdes fahren." Ich habe meinen Vorgesetzten angerufen, dass von bis Urlaub brauche. Er hat sich natürlich darüber überhaupt nicht gefreut, im Gegenteil, er hat mir gedroht, dass er mich rauswerfe. "Gut, dann wirf mich eben raus. Arbeit finde ich noch immer, aber ich habe jetzt eine solche Aufgabe, und ich habe noch dreißig Tage Urlaub, auch aus dem Vorjahr habe ich noch welchen. Entweder Sie lassen mich gehen oder wenn nicht, dann schmeißen Sie mich ruhig raus, und damit ist die Sache geregelt." Damals habe ich noch bei der Kontrax Kleingenossenschaft als technischer Leiter gearbeitet.
Vater Imre ließ nicht viel Zeit zum Nachdenken, denn er hat abends um sechs Uhr gesagt, dass es um neun die Besprechung für Lourdes gibt. Ich habe mehr mit einem Ausflug gerechnet, gut, wir fahren da hin, reisen, wird ganz sicher eine gute Sache werden. Seelisch habe ich nicht auf zu viel gewartet. Solche Pilgerorte mag ich nicht besonders und erwarte auch nicht viel davon. Es gestaltete sich anders. Es erreichte uns das Beispiel der deutschen Malteser Ritter: die Einstellung zu den Kranken, Liebe in der mit ihnen durchgeführten Beschäftigungen. Ich mit sehr, sehr großem seelischen Erlebnis nach Hause zurückgekehrt. Auch Lourdes war ein großer Zauber für mich. Und da habe ich beschlossen, dass ich mich tiefer in die Malteser Arbeit vertiefen werde. Bis dahin bedeutete das Ungarische Malteser Hilfswerk für uns nur so viel, dass wir von dessen Existenz wussten, da Vater Imre der Vorsitzende war. Aber sehr beschäftigt haben wir uns mit dem Ganzen nicht. Unsere Arbeit bestand nur darin, dass wenn ein Camion eintraf dann DESSEWFFY Laci oder ADÁNYI Laci in die Religionsstunde hinein sagte: "Na Kinder, kommt packen!" oder per Telefon wurde mitgeteilt: "Szepi! Organisiere X Leute zum packen."
Auf der Lourdes-Fahrt habe ich mich mit Rittern von draußen unterhalten. Und sie, als sie im Sommer kamen und sahen, wie ich den Csepregi in das Auto packe, sagten, dass Kranke nicht so transportiert werden dürfen, sie schicken uns einen Mikrobus zu diesem Zweck. Den haben sie auch geschickt, aber als sie sahen, wie ich den 150 kg schweren Csepregi zusammen mit dem Rollstuhl gehoben habe, sagten sie, dass uns unser Rücken mehr wert ist und sie einen solchen Mikrobus schicken werden, in den auch ein Rollstuhl hinein geschoben werden kann. Ein solcher traf in diesem Jahr im Februar aus Freiburg ein. Dieser Mikrobus verfügt über eine Rampe, auf welche die Patienten geschoben werden können. Und jetzt können wir, Gott sei Dank, die Patienten mit zwei Mikrobussen transportieren. Sie kommen aus der Baba utca hinauf, aber ab und an kommen sie auch von anderen Orten.
Nach der Lourdes Fahrt kam der Sommer. Endlich hatten wir vier-fünf Tage Zeit, um mit Ildi irgendwohin zur Erholung zu fahren. Auch bei meinem Arbeitsplatz gab es viel Arbeit, aber auch die Malteser Sachen beanspruchten viel Zeit. Damals war ich auch privater Gartenbauer. Also blieb nicht viel Zeit für Urlaub. Schließlich entschieden wir doch, vier Tage zu verreisen. Als wir zurück nach Hause kamen, am 18. August, gab es hier in Zugliget Unannehmlichkeiten. Der Hof war voll mit Ostdeutschen. Zum Glück verhielt sich mein Chef verhältnismäßig normal, er kommt auch aus Zugliget, und hat eingesehen, dass ich nicht so intensiv zur Arbeit erscheinen kann wie früher. Ich habe den gesamten Vormittag oder den gesamten Nachmittag bis spät abends im Lager verbracht, es gab immer etwas zu tun. Entweder wurde etwas aufgebrochen, oder etwas gestohlen, eventuell wurde jemand krank und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Oft kam es vor, dass deutsche und ungarische Sprachkenntnisse gebraucht wurden. Und wir haben organisiert und gearbeitet…
Das ging so über lange, lange Zeit hin, bis ungefähr Oktober. Dann gab es endlich einen ruhigeren Zeitabschnitt, wir konnten ein bisschen nachdenken, wie wir die ganze Malteser Sache weitermachen. Wir hofften, dass wir jetzt dazu Zeit haben. Aber hatten wir natürlich nicht, weil der Nachhall der Aktion der ostdeutschen Flüchtlinge lange anhielt.
Als ich aus Lourdes zurückkam bat mich die damalige Leitung der Malteser, dass ich im XXIII János katholischen Heim, im Altersheim Malteserarbeit organisieren solle. Ich bin zusammen mit Adányi László zu einem Gespräch zur Direktorin des Heimes gegangen. Die Lourdes Reise hat mich jedoch darauf gebracht, dass nicht so geholfen werden muss.
Das ist ein übermäßig gutes Heim dafür, als dass ich dahin gehe, um gute Miene zu machen. "Na, alte Damen! Ich lese euch jetzt etwas vor oder wir gehen spazieren." Ich habe gespürt, dass das nicht meine Kategorie ist. Ich kann mich damit nicht wirklich nützlich machen, wenn ich sie besuchen gehe.
"Zum Glück" hat diese Institution auch eine Pflegestation. Das Altersheim, benannt nach dem Kardinal LÉKAY László, draußen in Máriaremete. Und dort bestand wirklich sehr großer Bedarf an unserer Arbeit. Für die Schwestern war es sehr ermüdend, alle Pflegebedürftigen der Zimmer allein zu baden. Auch dort gibt es schwierige Patienten und auch seelisch ist es nicht leicht, jeden Tag die gleichen Abläufe bei den gleichen Patienten oder Alten durchzuführen. Wir dachten dann, dass wir hier helfen. Zu Beginn sind wir im Sommer wöchentlich einmal zum baden dorthin gegangen. In erster Linie habe ich die Gruppe aus den Leuten zusammengestellt, die in Lourdes waren, die wussten, was sie übernehmen. Dann begann die Zahl der Leute, die hier helfen wollten, schnell anzusteigen, so dass wir jetzt bereits dreimal die Woche gehen können. Montag, Mittwoch und Samstag.
Den Samstag können wir auch schon halbieren, was soviel bedeutet, dass samstags jeder nur aller zwei Wochen dran ist. Auch der Mittwoch ist ziemlich bequem, weil wir dann zu viert gehen, nicht so wie in der ersten Zeit. So haben wir genügend Zeit, um uns mit den einzelnen Alten zu beschäftigen, uns mit ihnen zu unterhalten. Leider kam auch unsere menschliche Schwäche hervor, denn wir haben uns an ein-ein Zimmer gewöhnt, die Leute lieb gewonnen. Ich sagte dann, dass wir auch das schwierigste Zimmer übernehmen würden, aber es wäre meine Bitte, dass wir nicht in jeder Woche an einen anderen Ort gehen müssen, damit wir mit den alten Menschen einen seelischen Kontakt aufbauen können. Es ist keine Lösung, dass wir sie nicht einmal kennen lernen und in der nächsten Woche schon zu jemandem andern gehen. Wir treffen uns praktisch in jedem zweiten Monat mit den gleichen alten Menschen.
Unsere Bitte wurde erhört, und wir bekamen das schwierigste Zimmer. Zumindest wir, die Mittwochgruppe. Hier ist Tante Anna, eine 120 kg Dame, sie hat geistig schon ziemlich abgebaut. Während wir sie baden schlägt sie ständig, schreit herum. Das ist eine sehr, sehr große Aufgabe. Die Schwestern freuen sich sehr, dass wir das übernehmen und sie sich nicht damit beschäftigen müssen. Es ist da noch ein weiterer Patient, der ebenfalls nichts mehr über sich weiß. Aber es gibt unter ihnen eine sehr liebe Frau, Tante Erzsike, die Goldschmiedkünstlerin war. Sie hat einige Male geglaubt, dass wir Einbrecher sind, aber auch da hat sie uns herzlich empfangen. Tante Rozsika hat immer gefragt, warum wir sie im Wasser ertränken wollen. Dann gibt es solche, die niemals etwas sagen, so eine war Tante Jolika, sie ist seither schon gestorben. Sie hat wie eine Puppe praktisch immer geschlafen. Nie hat sie etwas gesagt.
Wir haben es hier übernommen, dass wir zweimal im Jahr eine Pilgertour machen. Im vorigen Jahr waren wir in Lajosmizse zur Erntesegnung. Die hiesigen alten Menschen haben wir mitgenommen.
Ich komme zurück zum November, als wir uns mit Vater Imre und Csilla darüber unterhielten, ob ich nicht Lust hätte, diese Arbeit als Hauptarbeit zu machen. Ich sagte, dass ich hätte, aber dafür müssen auch die materiellen Bedingungen geschaffen werden. Denn ich muss ja auch von etwas leben können.
Viel Zeit zum Überlegen gab es nicht, denn es kam der 22. Dezember, als in Rumänien die Revolution ausbrach. Nahezu alle, die irgendwo von der Nachricht erfahren hatten, dass die Grenze offen ist und man gehen kann um zu helfen, sammelten sich in Zugliget.
An diesem Tag war ich in Fehérvár und habe zwischendurch die Nachrichten gehört. Ich habe gehört, wie die Situation ist. Ich bin nach Hause gestürzt, um meinen Reisepass zu holen, danach nach Zugliget, fragte, wann wir losfahren. Abends bis fast Mitternacht haben wir fünfzig LKW und Mikrobus voll gepackt. Wir haben den Keller praktisch vollkommen leer geräumt. Der Konvoi fuhr los.
Leider meinte Vater Imre, dass aber auch jemand hier zu Hause auf die Sachen acht geben muss, also blieben wir zu zweit, ich und SEIDL Gábor, um das Hinterland zu organisieren.
Und es gab Arbeit. So musste zum Beispiel eine ständige Bereitschaft im öffentlichen Lager da sein, wo die Spenden in Empfang genommen wurden. Im Radio mussten Aufrufe getätigt werden, damit die Leute spenden. Ständig mussten die Nachrichten beobachtet werden, was gerade in Rumänien passiert, welche Möglichkeiten es gibt. Organisieren, dass anstatt eines Doppelanschlusstelefons noch fünf Hauptleitungen installiert werden. Auch das Amateurradio bot seine Hilfe an, und sie haben eine vollständige Radiokette angelegt. Natürlich gab es tausende sonstige Sachen zu erledigen. Tag und Nacht geschahen die Ereignisse.
Drei Tage lang konnte ich nicht nur nicht schlafen und nach Hause gehen, umziehen konnte ich mich nicht einmal. Aber so ging es allen. Dann verging die Zeit, und ich habe meinem vorherigen Arbeitsplatz gemeldet, dass ich leider kündige. Weil ich hier mehr gebraucht werde, und ich habe dann als Freiberuflicher gearbeitet, was bedeutet, dass ich mein eigener Herr wurde.
Über mich selbst möchte ich noch soviel sagen, dass ich ursprünglich Stromflusstechnik Maschinenbauer bin, früher habe ich mich mit Umweltschutz, Staubfiltern beschäftigt, ich war auch als Ingenieur für Geschäftsvermittlung tätig, und jetzt arbeite ich hauptberuflich als geistiger Freiberuflicher bei dem Malteser Hilfswerk.
Seit dem vierten Februar bin ich Mitglied des Kuratoriums, was ich absolut nicht wollte, aber das Schicksal hat es so gebracht. Ich hatte ein Ziel, dass ich für das Hilfswerk etwas tun kann und meine Bitte ist es, dass man mich das tun lässt.
Ich habe eine liebe kleine Familie, eine liebevolle Frau, die maximal verständnisvoll ist und mich in allem unterstützt. Meine Tochter Erzsike wird jetzt zwei Jahre alt, mein Sohn Pali ist jetzt siebeneinhalb Monate alt. Im Dezember erwarten wir unser drittes Kind. Ich wohne hier nicht weit von Zugliget, in der Tárogató út in einer schönen Wohnung, die ich eigenhändig noch zu meiner Studentenzeit gebaut habe. Wir waren vier Geschwister, so dass uns die Eltern nicht unterstützen konnten. Die gesamte Unterstützung bestand darin, dass ich keine Regiekosten zahlen musste und zu Hause immer zu essen bekam. Alles was darüber hinaus ging, Bekleidung, Reisen, Unterhaltung, egal was, dafür musste ich die finanziellen Möglichkeiten selbst hervorbringen. Seit meiner Zeit als Gymnasiast habe ich immer gearbeitet. Als Student habe ich ein privates Unternehmen gegründet: ich war Gartenbauer, damit konnte man richtig gut verdienen. Ich konnte mir einen sehr guten Kundenkreis aufbauen. Oben auf dem Szabadság- Berg habe ich unter anderem mit meinen Freunden auch den Park des westdeutschen Konsulates angelegt, noch vor gut einigen Jahren. Mit traurigem Herzen habe ich gesehen, dass die ostdeutsche Invasion auch den kaputtgemacht hat. Aus diesen Gartenbauarbeiten konnte ich diese Wohnung aufbauen und alles, was ich zum Leben benötigte, habe ich durch diese Arbeit erworben.
Das sich für mich das Leben verändert hat, das ist ganz eindeutig. Wenn in den früheren Jahren Wind aufkam, bin ich zum Balaton, zum Velence-See oder zu sonstigen Orten gefahren, um zu surfen. Mein Sommer bestand mindestens zu einem Monat aus dem Balaton. In diesem Jahr habe ich so insgesamt zwei Tage dort verbracht. Früher war ich mindestens dreißig Tage zum Schifahren, in diesem Jahr keinen einzigen Tag. Also seit ich mich seit Januar diesen Jahres tiefer in die Arbeit des Malteser Hilfswerkes vertieft habe, habe ich nicht wirklich Urlaub.
Wenn ich diesen Weg gewählt habe, dann muss ich meine Hobbys aufgeben, weil ich ganz einfach keine Zeit mehr dafür habe. Ich weiß nicht, wie lange man das mit einer solchen Intensität durchhalten kann, sicher nicht unendlich lange. Denn irgendwie belastet das auch die Familie und auch mich selbst. Deshalb muss daran etwas geändert werden. Ich bin mir auch darüber im Klaren, dass jetzt zu Beginn jede Minute, jeder Augenblick wahnsinnig wichtig ist, sie müssen gut genutzt und im Interesse der Sache maximal getan werden.
Ildi, Dr. KÖNYVES-TÓTH Ildikó – meine Frau, ist auch Partner in der karitativen Tätigkeit. Es gibt da eine Familie, bei der sich im vergangenen eine recht traurige Situation gestaltete, weil die Mama schwer krebskrank daniederlag, und sie wussten alle, dass sie sterben werde. Hier musste hingegangen werden, um zu helfen, und Ildi und eine andere junge Frau, REISCHL Eszter, haben das übernommen. An den Mittwochtagen morgens sind sie hingegangen und haben bis zum Abend im Haushalt alles erledigt. Das alles haben sie über einen langen Zeitraum hin getan, solange bis Tante Márta verstarb. Später hat der Gemeinderat eine Frau geschickt, die dort gearbeitet hat und den Haushalt in Ordnung hielt. Das Interessante dabei bestand darin, dass diese sehr junge Frau rein zufällig dorthin gekommen war, und seitdem hat Tamás sie geheiratet und die Familie lebt erneut in Ausgeglichenheit: die Kinder (alle acht) haben sie maximal akzeptiert. Jetzt braucht keiner mehr zum Helfen dort hin zu gehen. Ildi hilft auch dabei, dass wenn CSEPREGI Laci hier in der Tárogató út ist, bringt sie im Essen, geht hin und umsorgt ihn. Häufig macht sie auch das was eigentlich ich hätte machen müssen.
Die Story der Obdachlosen hätte ich beinahe vergessen. Vater Imre hat sich schon länger mit dem Gedanken beschäftigt, für diese irgendwo eine Übernachtungsstätte zu beschaffen, eventuell mit einem Frühstück oder einem Abendessen, also einer Mahlzeit am Tag. Er war auch schon mehrfach beim Gemeinderat, damit sie ihm ein Gebäude in der Nähe geben, aber es hat leider nicht geklappt, ein solches zu bekommen. Im Januar, als die große Hilfsaktion für Rumänien war, kamen auch ein paar Obdachlose zu uns nach Zugliget, die um dies und jenes baten. Mehreren haben wir gestattet, dass sie bei uns baden. Der eine und andere war auch ziemlich normal. Wir haben sie immer mit Hilfsgütern versorgt.
Eines Tages kam eine Gruppe, die um sehr vieles baten. Sie sagten, dass sie oben auf dem János- Berg wohnen, und unter ihnen befinden sich auch zwei Schwangere. Da habe ich entschieden, dass ich mir das mal ansehe und wenn es stimmt, dann werde ich ihnen helfen. Ich bin auch in den Wald hoch zu ihnen gegangen, und mich empfing ein bestürzender Anblick. Zwischen Plastikfolie, bei minus zehn Grad, wohnten dort Menschen, ich glaube so acht oder neun. Ich ging dann zu Vater Imre, damit er auch dort hin geht und sich das ansieht, den diesen Menschen muss auf irgendeine Weise geholfen werden. Diese Leute sind deshalb dorthin gegangen, weil die Situation auf dem Süd-Bahnhof nicht mehr tragbar war. Sie wurden andauernd geschlagen, unter Titel Desinfektion wurden die Menschen mit Kalk begossen und so weiter. Vater Imre kam auch mit hinauf und auch er empfand es als bestürzend. Wir haben das Fernsehen dahin bestellt und es wurde mit einem dort lebenden jungen Mann, der sehr normal war, ein Interview gemacht. Er erzählte, weshalb er hier her gelangte. Auch Vater Imre äußerte sich, dass wir uns mit dieser Frage beschäftigen möchten. Kárpáti, der damalige Kriegsminister, rief Vater Imre an, dass hier eine Lager-Möglichkeit sei, draußen in Törökbálint, bitte, machen wir was draus. So ging es dann los.
Ich hatte sehr, sehr viele schreckliche Eindrücke im Zusammenhang mit all dem. Einmal hat Nagy Bandó angerufen, dass wir helfen kommen sollen, im Krankenwagen müssen Menschen vom Süd-Bahnhof ins Krankenhaus transportiert werden, weil zwei schon gestorben sind. Wir sind mit dem großen Katastrophen-Auto hingefahren und haben die Menschen hin und her getragen, wir haben ihnen geholfen.
Auch bei der Beschaffung der Personenidentität halfen wir, brachten sie überall hin. Törökbálint hat sich dann zu einem Rehabilitationsheim herausgewachsen. Auch seitdem kommen regelmäßig Obdachlose, und immer kommen auch ein-zwei Elende, die aus irgendeinem Grund nicht hinein mögen. Wir versuchen zu helfen, so gut es möglich ist. Sicher hauen uns einige auch übers Ohr, das ist eben eine solche Sache, lieber sollen laut meiner Theorie lieber hundert solche auch etwas bekommen, die es nicht verdient haben, als einer, der es verdient hätte, es nicht bekommt!
Érdemes egymást megszólítanunk
Ein richtiges Verhältnis zu den materiellen Gütern, eine langfristige saubere Geschäftstätigkeit, ein korrektes Verhalten gegenüber den Arbeitnehmern können auch in Krisenzeiträumen zur Kräftigung eines Unternehmens beitragen, behauptet SCHUMICKY András, Teilinhaber der SCHps Kft. Laut des auch als einer der Leiter des ÉrMe Netzes bekannten Geschäftsmanns gibt es auf dem Gebiet des Zusammenhaltes der christlichen Unternehmer noch zu tun und nachzudenken.
Es ist nicht selten, dass man eine Erscheinung aus der Nähe betrachtet anders sieht als aus der Entfernung. Die Makroökonomen sprechen von einer schwerwiegenden Krise, aber welche Zeichen der Krise siehst Du, als Unternehmer, in Deiner engeren Umgebung?
Es ist außer Zweifel, dass nicht jedermann in gleicher Form von der Krise betroffen ist. Ich kenne solche, die nahezu keinerlei Veränderungen spüren, in ihren Geschäften besteht die Kontinuität. Wenn ich sehe, dass die Parkplätze vor den großen Hypermarkten, Einkaufszentren am Stadtrand voll mit parkenden Autos sind, dann verstärkt sich wieder das Gefühl in mir, dass die Krise dann doch nicht so schlimm sein kann. Gesamt gesehen denke ich trotzdem, dass es die Krise gibt, und das spüre ich auch in meiner engeren Umgebung. Ich sehe, dass in Páty der Suzuki-Händler zugemacht hat, weil er in mehr als einem halben Jahr kein einziges Auto verkaufen konnte. Ich erfahre es, dass wenn ich mein Auto zum Service bringe und es sich herausstellt, dass ein Ersatzteil im Wert von 20 Tausend Forint ausgetauscht werden muss, ich vom Automechaniker angerufen werde, ob er das dann machen soll. Es ist offensichtlich, dass es schon öfter vorkommt, dass die Kunden nicht so viel für eine Reparatur aufwenden können. Ich weiß, dass diese Wohnung in Páty, die im letzten Jahr für 28 Millionen Forint zum Kauf angeboten wurde, heute ohne Handeln auch für 23 Millionen Forint zu kaufen ist. Auch in unserem eigenen Unternehmen sehe ich in der banktechnische Mittel vertreibenden SCHps Kft, dass einige unserer Auftraggeber mit einem früher nicht erfahrenen Preishandel begonnen haben und mit Verspätung zahlen. Zum Beispiel haben wir jetzt, im Mai, den Gegenwert für eine bedeutende Rechnung vom Februar erhalten, was auch bei uns zu Cashflow Problemen geführt hat.
Mehrere erwähnen auch das, dass diese Krise nicht nur wirtschaftlicher sondern auch moralischer Natur ist. Stimmst Du dem zu?
Dem stimme ich vollkommen zu. Vielleicht deshalb, weil ich kein Ökonom bin, mit gutem alltäglichen Gedankengang konnte ich niemals verstehen: warum muss in einer Firma immer, in jedem Jahr mehr erzeugt werden als im vorangegangenen Jahr? Weshalb muss der Luftballon immer weiter aufgeblasen werden? So ist es auch nicht verwunderlich, wenn er früher oder später platzt… Die Sache wird dann echt schwierig, wenn auch die Leute selbst daran glauben, dass sie jedes Jahr ein bisschen besser leben müssen, und sie im Vergleich zu ihren Möglichkeiten ein immer höheres Lebensniveau anstreben. Warum muss es als Tragödie erlebt werden, wenn man ab und an das Geldausgeben etwas zurücknimmt und auf ein früheres Niveau zurückkehrt?
Du denkst also, dass so jemand die schweren Zeiten überleben wird?
Ja, und das trifft für Privatpersonen ebenso zu wie für Firmen. Der Geschäftserfolg bzw. die damit in Verbindung stehende Zufriedenheit hängt von zwei Sachen ab: einerseits davon, wie viel wir verdienen, andererseits davon, wie viel wir ausgeben. Wir sind geneigt zu glauben, dass wir bestrebt sein müssen, je mehr wir verdienen desto mehr können wir ausgeben. Aber wir haben auch Reserven in unseren Ausgaben. Ich meine, dass wir Christen, Geschäftsleute ein Beispiel sein und eine Strategie ausarbeiten müssen, wie wir unseren Konsum so senken können, dass unser Leben nicht schlechter, nicht wertloser wird. Nehmen wir ein Beispiel: Ich habe schon vor zehn Jahren aufgegeben, nach Österreich zum Skifahren mit der Familie zu fahren. Hier geht es nicht um die Frage, ob wir uns das leisten können, sondern ob das moralisch akzeptabel ist, dass ich mit einer achtköpfigen Familie in eine Woche nahezu eine Million Forint ausgebe? Wir fahren jetzt in die Karpaten-Ukraine zum Skifahren, für ungefähr ein Zehntel der oben erwähnten Summe. Und um ein Firmenbeispiel zu erwähnen: bei der SCHps Kft. verschieben wir jetzt den Tausch der Firmenautos in Neue bzw. wechseln wir auf Bescheidenere. Das trifft selbstverständlich auch auf den Geschäftsführer zu. Sehen wir doch ein, dass darin keinerlei Tragik besteht und dadurch das Funktionieren des Unternehmens in keiner Weise behindert wird. Deshalb sagte ich, dass wir im Ausgeben Reserven haben. Wir müssen nur unser Verhältnis zu den Gegenständen ändern: wir müssen sie nicht als Ziel sondern als Mittel betrachten. Wir dürfen nicht zulassen, dass wir zu Gefangenen der Gegenstände werden, wir müssen unsere Freiheit beibehalten. Mit einer solchen Einstellung ist es wahrhaft leichter, einen Krisenzeitraum zu überleben.
Die Rücknahme von Kosten ist natürlich auch ein Zwang. Was ist das, was ein Christ oder auch ein wertorientierter Geschäftsmann aktiv auch in Krisenzeiten tun kann?
Kostensparsamkeit ist nicht nur Zwang: es ist sehr wichtig, dass es auch dem Beibehalt der Arbeitnehmer dient. In je niedrigerer Stellung sich ein Mitarbeiter "Robotos" bei einer Firma befindet, desto größer das Problem, was eine Einkommensminderung bei ihm verursacht, d. h., dass sein Problem als das Wichtigste betrachtet werden muss. Um die Firmenleiter und die Eigentümer muss man sich die wenigsten Sorgen machen, da sie wahrscheinlich über Reserven verfügen, und sie können auf mehr verzichten. Deshalb muss mit der Sparsamkeit bei den Leitern und den Eigentümern begonnen werden. Wenn die Arbeitnehmer sehen, dass wir die Probleme nicht zu ihrem Nachteil, sondern mit ihnen gemeinsam, unter Berücksichtigung ihrer Gesichtspunkte versuchen zu lösen, dann werden aus ihnen unsere besten Leute, die auch unter schweren Umständen zur Firma halten. Das schwächt also die Situation des Unternehmens in einer Krisensituation nicht, sondern stärkt es.
Ähnlich wichtig ist der Fakt eines langfristigen ehrenhaften Geschäftsverhaltens: auf einem enger werdenden Markt werden deine Kunden wissen, wer derjenige war, von dem du immer qualitativ gute, zuverlässige Produkte und Dienstleistungen erhalten hast, und wenn du ein solcher bist, werden sie zu dir halten, wenn das möglich ist.
Der dritte wichtige Fakt ergibt sich zum Teil aus den vorangegangenen: wenn du einen guten Kontakt zu deinen Kunden hast, wirst du besser sehen, welche Ansprüche diese haben und kannst leichter auf die neuen Tätigkeitsbereiche reagieren, mit denen du zusätzliche Einnahmen haben kannst. Die SCHps zum Beispiel beschäftigt sich traditionell mit Banknoten-Handhabungsmaschinen, aber jetzt erweitern wir unser Angebot auch um Geldmünzen-Handhabungsmaschinen.
Welche Rolle kann die Vereinigung von ähnlich wertschätzenden, christlichen Geschäftsleuten, Unternehmern in der Überwindung der Krise haben? Wie siehst Du das als einer der Leiter des ÉrMe Netzes?
Theoretisch kann sie eine riesige Rolle spielen, aber wir müssen noch daran arbeiten, damit das tatsächlich funktioniert. Die sich im Netz befindlichen Menschen, Unternehmer müssen sich mehr bewusst machen, was sie für eine Verantwortung haben. Zum einen bedeutet die Dazugehörigkeit zum Netz nicht, dass hier zu einem höheren als dem Marktpreis Dienstleistungen oder Erzeugnisse minderer Qualität verkauft werden können. Zum anderen muss bewusst angestrebt werden, dass wenn ich ein Produkt oder eine Dienstleistung benötige, ich mich dann zuerst unter den Mitgliedern des Netzes umschaue: vielleicht kann ich das ja hier bestellen. Und wegen eines paar tausend Forint Preisvorteils gehört es sich nicht und langfristig lohnt es sich auch nicht, meinen Lieferanten gegen einen "externen" auszutauschen. Darüber hinaus lohnt es sich, sich noch eine Sache bewusst zu machen: soweit es möglich ist, muss man kontinuierlich darüber informiert sein, womit sich meine Partner beschäftigen, und man muss die Möglichkeiten suchen, wie ich sie anderen empfehlen kann, wie ich ihnen zu Geschäftsverbindungen verhelfen kann. Zusammenfassend: in erster Linie dürfen wir nicht das suchen, was wir von ÉrMe bekommen, sondern das, was wir den anderen geben können. Wenn alle so denken, dann wir die Effektivität des Netzes sichtlich anwachsen, und dann können wir auch mehr individuellen Nutzen haben als wir gedacht hätten.